20.06.2018

Neu im Programm: Film über Krzysztof Penderecki

Erstmals kommt in diesem Jahr der große polnische Komponist Krzysztof Penderecki zu den Schostakowitsch Tagen nach Gohrisch. Anlass genug, das Festivalprogramm kurzfristig um eine Filmvorführung zu erweitern, die am Samstagabend um 22.30 Uhr im Saal der Gemeindeverwaltung vvon Gohrisch stattfinden wird. "Wege durchs Labyrinth" heißt das filmische Porträt, das im Jahr vor Pendereckis 80. Geburtstag entstanden ist. Der Eintritt ist frei. 

"Wege durchs Labyrinth" ist kein biographischer Film. Er ist vielmehr eine kinematographische Annäherung an die verschiedenen Passionen eines Mannes: die Musik, die Botanik, die Philosophie, die Familie. Ein persönliches, intimes und unterhaltsames Porträt, das außergewöhnliche Einblicke in die Welt eines Menschen gibt, der seit Jahrzehnten mit seinem musikalischen und gesellschaftlichen Engagement Brücken schlägt zwischen Ost und West, zwischen Tradition und Moderne. Ein Jahr lang – das Jahr vor seinem 80. Geburtstag – hat Anna Schmidt den weltberühmten Mann bei seiner Arbeit begleitet. Sie folgt Penderecki von Krakau über München, Wien nach Leipzig und immer wieder zu seinem Landgut in Lusławice, wo er seit mehr als 40 Jahren über 1.700 Bäume verschiedenster Arten gepflanzt hat. Dabei blickt der Komponist auf den überraschenden Beginn seiner Laufbahn zurück, auf unerwartete Lebenswendungen und geniale Einfälle. Wir begegnen Künstlern, mit denen er eng verbunden ist: Andrzej Wajda, Jonny Greenwood (Radiohead) oder Anne-Sophie Mutter. Gedanken, Gespräche, Musik- und Filmausschnitte, Begegnungen und Natur verdichten sich zu einem spannenden, vielschichtigen Porträt.

Samstag, 23. Juni 2018, 22.30 Uhr
Gemeindeverwaltung Gohrisch

"Wege durchs Labyrinth. Der Komponist Krzysztof Penderecki" (2013)

Anna Schmidt, Buch und Regie
Susann Krüger, Regieassistenz
Adam Bajerski, Stephan Boerger, Bogumil Godfrejow, Sebastian Hattop, Carsten Waldbauer, Kamera
Christian Reiß, Thomas Chapmann, Johannes Doberenz, Daniel Fischer, Ton
Thomas Wellmann, Steffen Herrmann, Schnitt
Eikon Mitte in Zusammenarbeit mit schmidtFilm Produktion

86 Minuten, freier Eintritt

1960 Schostakowitsch Dresden
Dmitri Schostakowitsch im Jahr 1960 während seines Aufenthalts in Dresden