08.05.2017

Künstler von Weltformat

Mit Dmitry Sitkovetsky kommt einer der großen Geiger des 20. und 21. Jahrhunderts zu den Internationalen Schostakowitsch Tagen nach Gohrisch.

Sein Schaffen als Violinvirtuose ist dokumentiert auf Dutzenden, teils preisgekrönten CDs mit den zentralen Werken der Violinliteratur. Erst kürzlich hat er sämtliche Mozart-Sonaten für Violine und Klavier mit Antonio Pappano und Konstantin Lifschitz herausgegeben. Gemeinsam mit Mariss Jansons und dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam spielte er Henri Dutilleux’s "L'Arbre des songes" ein. 

Sitkovetsky ist aber nicht nur ein Geiger von Weltformat – auch als Dirigent und Arrangeur ist er weltweit gefragt. Untrennbar etwa ist sein Name mit Bachs „Goldberg-Variationen“ verbunden, die er für Streichtrio und für Streichorchester bearbeitet hat. Auch Werke zahlreicher anderer Komponisten hat Sitkovetsky transkribiert: Mehr als 50 Kompositionen von Haydn, Beethoven, Brahms, Bartók, Tschaikowsky, Schostakowitsch, Strawinsky u. a. liegen mittlerweile in seiner Bearbeitung vor. Beim Verbier Festival 2013 feierte sein Arrangement der "Préludes" von Frédéric Chopin mit Künstlern wie Yuri Bashmet, Leonidas Kavakos, Martin Fröst und Mikhail Pletnev seine umjubelte Premiere. 

"Mit Dmitry Sitkovetsky erwarten wir einen der vielseitigsten Künstler der Gegenwart bei unserem Festival", freut sich der Künstlerische Leiter der Schostakowitsch Tage, Tobias Niederschlag. "Dmitry Sitkovetsky wird in einem Kammerabend gemeinsam mit Linus Roth die Duosonate von Mieczyław Weinberg interpretieren, außerdem wirkt er im Abschlusskonzert an der Deutschen Erstaufführung von Sofia Gubaidulinas 'Die Pilger' mit. Prominenter besetzt wird man diese Werke in näherer Zukunft wohl so leicht nicht hören können."

1960 Schostakowitsch Dresden
Dmitri Schostakowitsch im Jahr 1960 während seines Aufenthalts in Dresden